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Ein neu gegründetes (oder neu zusammengesetztes) Team aufzubauen, ist eine spannende und oft auch herausfordernde Aufgabe. Um gut vorbereitet zu sein, oder um zwischendurch zu wissen, welcher Stein der nächste sein sollte, habe ich zehn hilfreiche Bausteine  zusammengestellt.

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Manchmal startet ein Team nicht mit Leuten, die Lust haben auf etwas Neues und voller Energie an die Sache rangehen, sondern das Gegenteil ist der Fall. Zum Beispiel weil die Position unfreiwillig angetreten wird oder Kolleg*innen eigentlich lieber woanders eingesetzt würden. Solche negativen Startbedingungen werden eher größer, wenn man sie ignoriert. Wenn man sie richtig “behandelt”, können sie aber auch schon Teil des Teambuildings sein!

  • Gebe jedem*jeder die Möglichkeit, frei zu äußern, mit welcher Motivation er*sie ins Team einsteigt

  • Wenn Kolleg*innen Vorbehalte gegen ihr neues Team haben: Frage nach, womit es ihnen nicht gut geht und welche Sorgen sie haben. Höre ihnen empathisch zu und respektiere ihre Vorbehalte

  • Frage sie dann, was sie brauchen, um das Beste aus der Situation zu machen, und wie du und die Kolleg*ihnen dabei helfen können. So zeigst du Ihnen von Anfang an, dass sie gehört werden und betonst ihre Eigenverantwortung - wichtige Faktoren auf dem Weg zum funktionierenden Team

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Wahrscheinlich möchtest du keine Diktatur aufbauen, sondern ein Team, in dem alle sich beteiligen und mit entscheiden. Dies erhöht nicht nur die Motivation der Teammitglieder, sondern verringert auch deine Arbeitsbelastung als Führungskraft.
Höre möglichst alle an, bevor du Entscheidungen triffst - nach der Meinung gefragt zu werden, ist eine der besten Möglichkeiten, Wertschätzung zum Ausdruck zu bringen.

  • Wenn möglich: Beteilige die Kolleg*innen an den Entscheidungen. Wenn alle einer Meinung sind: Super! Wenn es unterschiedliche Positionen gibt: Lasse Diskussionen zu, aber in einem zeitlich klar begrenzten Rahmen. Anschließend könnt Ihr demokratische entscheiden oder noch besser ein Format verwenden, bei dem sich keiner als Verlierer*in fühlt, z.B. das systemische Konsensieren

  • Wenn es bei Entscheidungen nicht möglich ist, das Team zu beteiligen: Mache transparent, weshalb das so ist und warum du so entscheidest

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Gerade zum Start eines neuen Teams bringen viele Mitarbeiter*innen jede Menge Motivation und Engagement mit - das sollte natürlich optimal genutzt werden!
Am Besten geht dies, indem die Kolleg*innen Bereiche zugewiesen bekommen oder sich aussuchen, in denen Sie möglichst viel frei gestalten können. Maren bringt aus ihrer vorherigen Tätigkeit IT-Skills mit, die deine bei weitem übersteigen? Kein Problem - biete ihr an, eure IT-Beauftragte zu werden. Natürlich mit der Vorgabe, dich über wesentliche Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten und bei wichtigen Entscheidungen dich bzw. das Team miteinzubeziehen.

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Die Anfangs-Euphorie in Teams ist toll, aber bei aller Eigenmotivation und kreativen Ideen braucht es klare Strukturen, die Sicherheit geben. Zu Beginn ist es  hilfreich, so viele Strukturen wie nötig zu schaffen, aber auch nur so wenig wie möglich, um die zum Start oft vorhandene Spontanität und Flexibilität der Mitarbeiter*innen nicht unnötig zu begrenzen.

  • Verwende um Zeit zu sparen in der Organisation bereits vorhandene Strukturen und Prozesse, sofern diese für das neue Team passen

  • Kläre mit dem Team, wofür es neue Strukturen und Prozesse braucht. Die Ausarbeitung von neuen Prozessen/Vorschlägen für Strukturveränderungen muss nicht im Team passieren - hier ist es sinnvoller, wenn einzelne Mitarbeiter*innen oder Subteams Vorschläge erarbeiten, die anschließend im Gesamtteam diskutiert und vereinbart werden können 

  • Wenn ihr euch auf Prozesse und Strukturen geeinigt habt: Achte darauf, dass diese eingehalten werden. Wenn dies nicht der Fall ist: Versuche herauszufinden, warum diese bisher nicht eingehalten werden und wie sie so angepasst werden können, dass sie tatsächlich in der Praxis für alle Kolleg*innen funktionieren

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Deinen Kolleg*innen möglichst konkrete positive Rückmeldungen zu geben für Ihre Stärken ist vielleicht dein wirkungsvollstes Werkzeug als Führungskraft. Hierbei ist ganz unterschiedlich, wie Menschen Feedback gerne annehmen - manche freuen sich über Feedback Face to Face, andere können dies nicht gut annehmen und freuen sich eher über eine bestärkende Mail nach erfolgreich bewältigter Aufgabe. Erforsche, auf welchem Weg deine Kolleg*innen Feedback haben möchten - der Aufwand lohnt sich in jedem Fall.
Gleichzeitig ist es auch wichtig, die Kritikpunkte, die du vielleicht hast, sowohl klar als auch wertschätzend zu formulieren - hier geht es für Einsteiger in dieses Thema zu einem Leitfaden.
Auch extrem hilfreich ist es, wenn sich die Mitarbeiter*innen gegenseitig feedbacken - schaffe dazu den notwendigen sicheren Rahmen in Meetings mit Hilfe von Feedbackregeln - wichtig ist hier, dass nur, wer sich von Kolleg*innen Feedback wünscht, Feedback bekommt.

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Wo soll die Reise hingehen? Was sind die konkreten Ziele in der Arbeit jedes einzelnen und des Teams?
Manchmal sind die zu verfolgenden Ziele scheinbar ganz klar oder von vornherein vorgegeben. Das ist super, weil so Klarheit und Orientierung vorhanden ist. Trotzdem kann es sinnvoll sein, bei einem Workshop oder nach und nach in Meetings sich die Ziele genauer anzugucken, um sicherzugehen, dass alle das Gleiche darunter verstehen, oder die vorhandenen Unterschiede in der Interpretation gut zu nutzen. 
Wenn keine Ziele vorhanden sind oder diese verhandelbar sind, sollte zu Beginn der Zusammenarbeit in einem Workshop mit ausreichend Zeitbudget hier Klarheit geschaffen werden - dies ist besonders wichtig, um in der Folge den Erfolg der Arbeit des Teams messen zu können und Konflikte vorzubeugen. 

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Fröhliche Menschen arbeiten besser und Fröhlichkeit ist ansteckend. Alles was dazu führt, dass Mitarbeiter*innen gerne und gut gelaunt zur Arbeit kommen (bzw. sich einloggen), ist hilfreich!
Was das sein kann, ist von Team zu Team unterschiedlich. Bei manchen ist es die Qualität des Kaffees, die die Laune maßgeblich beeinflusst. Bei anderen ist es die Erreichbarkeit der Chefin, wenn man Fragen hat.
Gerade in anstrengenden Phasen ist es oft auch der Humor, der Teams zusammenhält.

  • Versuche selbst mit möglichst guter Laune und positiver Energie in die Kontakte mit den Kolleg*innen zu gehen - die Führungskraft hat hier oft eine entscheidende Wirkung auf die Stimmung im Team! 
    (Natürlich darfst du aber auch mal schlechte Laune haben - hier ist hilfreich, das klar zu kommunizieren - viele Mitarbeiter*innen beziehen es sonst auf sich, wenn die Führungskraft nicht gut drauf ist)  

  • Sei im regelmäßigen Austausch mit deinen Kolleg*innen darüber, was ihnen Spaß und Freude bereitet und unterstütze sie dabei, ihre Arbeitsumgebung so zu gestalten, dass sie sich wohl fühlen und Spaß haben

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Sich auch persönlich kennenzulernen, also etwas über das berufliche hinausgehende über die Kolleg*innen zu erfahren, kann sich sehr positiv auf die Zusammenarbeit auswirken.
Gegenseitige Sympathie entsteht vor allem auch über das Teilen von privaten Infos und ist förderlich fürs Teamwork. So kann ich auch Fehler von Kolleg*innen deutlich besser aushalten, wenn ich sie gerne mag. Oder die schlechte Laune meiner Kollegin richtig einordnen, wenn ich weiß dass ihr Lieblingsverein gerade abgestiegen ist.
Gerade bei Teams, die sich kaum oder gar nicht in Präsenz sehen, sondern überwiegend im Home-Office sind, ist es besonders wichtig, private Kontakte zu ermöglichen und zu fördern.

  • Wenn sich die Mitarbeiter*innen noch gar nicht kennen: Organisiere ein Format, in dem jeder ausführlich von sich erzählen (natürlich nur das, was er möchte) und so den anderen vorstellen kann 

  • Schaffe Räume, in denen die Mitarbeiter*innen sich regelmäßig auch persönlich austauschen, z.B. durch ein Check In beim Meeting, in dem die Mitarbeiter*innen private Infos teilen können

  • Gerade zu Beginn sollten Teams etwas gemeinsam unternehmen können jenseits der Arbeit, um sich kennenzulernen.
    Falls die Firma keinen ganzen Tag für ein Teamevent/Ausflug oder ähnliches zur Verfügung stellen möchte, ist auch eine gemeinsam verbrachte Mittagspause schon hilfreich

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Gemeinsame Erfolge oder gemeinsam bewältigte Probleme verbinden! 
Sobald dein Team also etwas zusammen geschafft hat, sollte das gefeiert werden. 
Wie das am besten passieren kann, hängt von dir und deinen Mitarbeiter*innen ab. Bei manchen Teams passt es, einfach im Meeting zu benennen, was geleistet wurde und was eure gute Zusammenarbeit dazu beigetragen hat. Andere Teams erfinden kleine Rituale wie High-Five-Runden oder gehen gemeinsam Essen, um Erfolge zu feiern.

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Das klingt hier alles viel einfacher als bei dir? Die Situation ist festgefahren, und die Zusammenarbeit ins Stocken geraten? Oder du möchtest von Anfang an alles dafür tun, dass der Start gut gelingt? 
Professionell vorbereitete und durchgeführte Teambuilding-Workshops als Kick-Off in die Zusammenarbeit oder Teamentwicklungs-Formate sind eine tolle Möglichkeit, die Zusammenarbeit positiv zu beeinflussen. Sie können sowohl für dich als auch deine Mitarbeiter*innen eine große Entlastung bieten. 
Vereinbare gerne ein kostenloses Erstgespräch mit mir, in dem wir besprechen, welches Format für dein Team hilfreich sein könnte.
Hier kannst du mir auch per WhatsApp eine Sprachnachricht mit deinem aktuellen Team-Problem bzw. deiner Fragestellung schicken und erhältst Erste Hilfe per WhatsApp.


Die hier zusammengefassten Punkten habe ich alle in der Praxis als besonders hilfreich erlebt, aber natürlich gibt es auch einen theoretischen Background - hier nur einige der Autor*innen, deren Erkenntnisse mit eingeflossen sind: Carl Rogers, Elisabeth Ferrari, Friedrich Glasl, Ben Furman/Tapani Ahola   

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